Autor: Marion Willems

  • Polar Bear Pitching

    Polar Bear Pitching

    What?

    Vielleicht haben ja einige von Euch gehört, dass wir mit OULU die nördlichste Kulturhauptstadt haben, die Europa je hatte. Oulu liegt in Finnland und war mal der Hauptsitz von NOKIA. Ein Ort, in dem es lange helle Sommernächte gibt, aber im Winter kehrt sich das Ganze ins Gegenteil um. Schluss mit lustig, kalt, eisig und unwirtlich.

    Die Finnen sind ja dafür bekannt, dass sie irgendwie lustig sind und schon mal auf komische Ideen kommen. So zum Beispiel das Polar Bear Pitching. Im Winter wird in Oulu eine wirklich toughe Startup-Messe abgehalten. Das für Startups bekannte Elevator Pitching, bei dem die Startups ihre Idee vorstellen in einer Zeit, in der sie Aufzug fahren würden, also ca. 2 Minuten. Beim Polar Bear Pitching.schlagen die Gründer ein Loch in das Eis im Hafenbecken, springen ins Wasser und pitchen von dort aus den am Hafenbecken stehenden Investoren, Entscheiden und Startup-Begeisterten ihre Geschäftsidee so lange, wie sie es bei Eiseskälte dort aushalten. Das verlangt von den Gründern noch mehr Flexibilität ab als ein Elevator Pitch, denn wer weiß schon vorher, wie lange genau er es in der Eiseskälte aushält. Es sei denn man plant die Zeit für sich von vornherein so ein, dass man es höchstwahrscheinlich gut aushält.

    Fazit: Und wenn man nicht extra nach OULU fahren will, hilft es dennoch, so viele Pitches wie möglich für so verschiedenen Zeiten wie nötig zu trainieren, dann ist man immer vorbereitet.

  • KI einführen – aber richtig

    KI einführen – aber richtig

    Im Rahmen einer Transformation, bei denen Unternehmen sich zum Ziel setzen, Bootlenecks zu beseitigen und Unternehmen zukunftsfester zu machen, ist zur Zeit auch immer KI im Spiel. Viele Unternehmen starten mit einzelnen Tools und merken schnell, dass ohne eine passende Strategie der Effekt schnell verpufft. Was fehlt, ist kein weiteres Tool — sondern eine Roadmap.

    Im INQA Coaching analysieren wir gemeinsam, welche KI-Initiativen für Ihren Betrieb wirklich Sinn ergeben, entwickeln einen umsetzbaren und auf Ihr Unternehmen abgestimmten Plan und ich begleite Sie und Ihr Team. Das Ergebnis: Ihre Mitarbeitenden arbeiten effizienter, Ihr Unternehmen bleibt wettbewerbsfähig — und Sie wissen genau, warum Sie welches Tool nutzen.

    Förderung: bis zu 80%, maximal 250 Mitarbeitende, deutschlandweit, 12 Beratungstage für nur 2.880 Euro netto.

    Sprechen Sie mich gerne an, wir prüfen gemeinsam Ihre Förderfähigkeit.

  • The 2026 Deep Tech Report

    Deep Tech startet in eine neue industrielle Revolution

    Wir leben in einer zunehmend fragmentierten Welt, in der Länder sich darauf fokussieren, kritische Technologien zu sichern, resistente Lieferketten zu formen und heimische Fertigungsindustrien zu stärken. Gleichzeitig sind viele Volkswirtschaften zunehmenden strukturellen Herausforderungen ausgesetzt wie alternde Bevölkerung, Arbeitskräftemangel, zunehmende Nachfrage nach Energie, Klimawandel etc.. Es geht darum, technologische Überlegenheit zu etablieren, vor allem da, wo die Margins von reinen Software-Lösungen erodieren. Mit Deep-Tech bricht ein neues Zeitalter an und damit die Gelegenheit, die Infrastruktur der Zukunft zu bilden.

    Allianzen unterstützen den Weg in das Deep-Tech Zeitalter

    • Aufbau strategischer Allianzen zwischen dem technologiestarken Europa und der Tiefe der US-amerikanischen Kapitalmärkte
    • Um wissenschaftliche Durchbrüche zu industrialisieren, müssen Deep Tech Startups eine Brücke zwischen U.S. und Europa aufbauen. Dann haben sie eine Chance, Unicorns zu werden. Beispiele dazu gibt es schon genug: Nvidia und ASML, Tesla und Bosch, Apple und ARM, BioNTech und Pfizer, IBM oder Google und Bluefors, Intel und Zeiss.

    Was sind die Facts & Figures für Deep Tech Startups?

    1. mit Deep Tech Startups werden wissenschaftliche Durchbrüche kommerzialisiert
    2. 7 von 10 Startups starteten als Deep Tech Startups mit vergleichbaren Margins wie SaaS Startups
    3. Die Wahrscheinlichkeit, dass US-amerikanische Deep-Tech-Unternehmen das Series D Funding erreichen, ist doppelt so hoch wie bei herkömmlichen Tech-Unternehmen, bei europäischen Deep Tech Unternehmen liegt die Wahrscheinlichkeit nur um 25% höher
    4. Transatlantische Chancen und globale Allianzen bestehen vor allem in den größten Volkswirtschaften und den größten Handelspartner, den größten ausländischen Investoren und den größten ausländischen Jobs
    5. Für Europa besteht ein Vorteil gegenüber U.S. darin, dass sie doppelt so viele STEM (MINT) Graduierte und eine doppelt so lange Betriebsdauer wie U.S. haben, aber gleichzeitig die Löhne um das Zwei- bis Fünffache niedriger sind
    6. Bay Area, Los Angeles, New York und London, Paris, München sind hervorragende Deep Tech Hubs
    7. Das Deep Tech Funding Volumen beträgt $156,8B in U.S. and Europe
    8. Während 60% der Deep Tech Unicorns aus U.S. kommen, sind es nur 10% aus Europa.

    Quelle: The-2026-Deep-Tech-Report, Drumbeat Capital

  • Startups Neugründungen in Deutschland 2026

    Die Startup Landschaft in Deutschland hat sich in den ersten zwei Quartalen erfreulich entwickelt:

    • Es sind 3053 Neugründungen in Deutschland zu verzeichnen. Damit ist das erste Halbjahr das gründungsstärkste seit der ersten Erhebung in 2019. Allein im Juni sind erstaunliche 600 neue Startups in Deutschland entstanden.
    • Die Künstliche Intelligenz ist Gründungstreiber für Startups, so haben 34% der neu gegründeten Startups einen klaren KI-Bezug, was angesichts der rasanten Entwicklung der generativen KI nicht verwunderlich ist.
    • In allen Bundesländern steigen die Gründungszahlen, die Ökosysteme von Hamburg und Hessen legen besonders stark zu.
    • Absolut gesehen verfügen Bayern, NRW und Baden-Württemberg über die größte Anzahl an Neugründungen.
    • Die Städte mit den meisten Neugründungen werden angeführt von München, Berlin, Düsseldorf und Aachen.
    • Bei den Branchen haben bei den Neugründungen der Industriesektor (125% Wachstum gegenüber dem 2. HJ 2025) gefolgt vom Softwaresektor (79% Wachstum gegenüber dem 2. HJ 2025) am stärksten zugelegt. Danach folgen die Medien- und die Finanzbranche, die beide von einem tiefgreifendem disruptivem Wandel betroffen sind.
    • In 2026 sind in Deutschland 36 Unicorns entstanden, was eine positive Entwicklung ist, dennoch fällt Deutschland diesbezüglich weit hinter die USA mit 900 Unicorns ab.

    Quelle: vgl. Next Generation- Startup Neugründungen in Deutschland Januar bis Juni 2026

  • Redesign your Organization

    Autos werden gewartet und überholt, wenn sie nicht mehr richtig laufen. Wie sieht es bei Unternehmen aus? Organisationen brauchen ein Redesign, wenn die aktuellen Strukturen und Abläufe nicht mehr zum Unternehmenskontext (wie z.B. neue Arbeitswelt, Digitalisierung, KI, Wettbewerb, Wegfallen von Märkten etc.) passen, wenn sie nicht mehr optimal für die Wertschöpfung sind. Was ist für ein Redesign zu beachten?

    Vorab Bewusstsein schaffen für die Tragweite eines unternehmensweiten Redesign der Organisation:

    1. Ein Organisations-Redesign gehört in den Verantwortungsbereich der Geschäftsführung. Fullstop. Wieso? Weil es das ganze Unternehmen betrifft und weil es Auswirkungen auf die Unternehmenskultur und die Belegschaft hat.
    2. Ein planvolles strukturiertes Vorgehen schafft Klarheit und Akzeptanz.
    3. Kontinuierliche Prozessbegleitung durch die Geschäftsführung ist erforderlich. Wer die Verantwortung hat, sollte auch zu jeder Zeit wissen, was die Herausforderungen und die einzelnen Schritte zur Lösung der Herausforderungen sind.

    Zwei Dinge, die ich dabei immer wieder empfehle:

    1. Als Führungskraft sollten Sie Startpunkt und Ziel festlegen, begründen und erklären können und mit den Mitarbeitern zum Ziel navigieren können, ganz nach dem Motto „Lead by Example“. Es hilft dabei in Iterationen vorzugehen und erforderliche Anpassungen kontinuierlich zu verfolgen, um frühzeitige Richtungsänderungen wie ein Kapitän meistern zu können.
    2. Um diese Reise zu dem Ziel mit den Mitarbeitern gemeinsam gehen zu können, brauchen Sie zweitens ein Rahmenwerk, das einzelne Bausteine und Eckpfeiler umfasst, an denen Sie sich strukturiert entlang zum Ziel bewegen können.

    Sprechen Sie mich gerne an, wenn Sie Ihre Organisation redesignen wollen. Ich habe ein selbst erstelltes praxiserprobtes Rahmenwerk, was Ihnen auf dem Weg zum Ziel den Weg weist.

  • Startup Monitor OWL 2025 – what is hot?

    Der gerade herausgekommene OWL Startup Monitor des Startup Verbandes und der Founders Foundation konnte folgende positive Entwicklungen in der OWL Startup-Landschaft sehen:

    #1 die Gründungsdynamik nimmt wieder zu
    So steigt die Zahl aktiver Startups um 6% auf 340. Schwerpunkte in der Region bilden vor allem Softwarestartups, E Commerce Startups und Industrie Startups.

    #2 der Mittelstandsbezug ist klar sichtbar
    Wen wundert es, dass in der Mittelstandsregion in Deutschland die Nähe zum Mittelstand das Gründungsgeschehen prägt. So haben 55% der Gründer:innen Berufserfahrung aus dem Mittelstand im Gepäck. Das führt auch dazu, dass der Fokus auf B2B-Geschäftsmodellen liegt.

    #3 B2B-Kooperationen zwischen Startups und Mittelstand steigen
    So stieg der Anteil in Kooperationsprojekten mit etablierten Unternehmen von 55% auf 68% seit 2023. Startups sind daher in der Region ein wichtiger Innovationspartner. Auf der anderen Seite empfinden 70% der Startups den Vertrieb als größte Herausforderung.

    #4 Strategische Investoren sind als Finanzierungspartner gefragt
    Entgegen dem deutschlandweiten Trend setzen OWL-Startups nur zu 49% auf externe Kapitalquellen (in Deutschland sind es hingegen 63%). Business Angels haben 29% der Startups und 17% der Startups erhalten Venture Capital. Gleichzeitig wünschen sich immerhin 34% der Startups strategische Investoren, also Investoren, die langfristige strategische Vorteile erzielen wollen. Hier gibt es aber noch eine Lücke zwischen Wunsch und Realität, da nur 7% der Startups strategische Investoren an Bord haben.

    #5 Internationalität ist noch ausbaufähig
    OWL Startups haben 24% ausländische Mitarbeitender und 17% englischsprachige Startups. DAs führt dazu, dass nur 33% der Gründer:innen die internationale Attraktivität des Standortes positiv bewertet.

    Quelle: OWL Startup Monitor 2025, Founders Foundation und Startup Verband

  • Talentmanagement

    Unternehmen richten ihre Systeme vielfach nach passenden Metriken aus, die die Performance von Business Units, Produkten und Regionen messen. Die Kunst ist es, aber diese Daten mit Personendaten zu kombinieren. Schließlich ist es hilfreich zu wissen, ob und unter welchen Bedingungen und Kontexten die Mitarbeitenden wertschöpfend tätig sind bzw. produktiv und mit Freude arbeiten. Häufig arbeiten die Mitarbeitenden in „Rechenkästchen“, weil sie mit einem bestimmten Profil, was sich häufig nach den Business Funktionen wie Einkauf, Produktion, Vertrieb etc. richtet, eingestellt wurden, ohne das auf die eigentlichen Talente geschaut wurde.

    Für ein modernes Talentmanagement empfehle ich folgende Strategien:

    • Identifikation der benötigten Key Skills
    • Datenanalyse
    • Strukturen
    • Leadership

    Identifikation der benötigten Key Skills
    Hierbei schaut man sich die größten Talent Gaps in der Organisation an und versucht diese zuerst zu lösen, der Rest ergibt sich dann häufig von selbst. Beispiel: Ein Startup mit einer überzeugenden und vielversprechenden Innovation, hat einen talentierten Founder und Visionär, einen Softwareentwickler und einen Technology Officer/Product Manager, aber es fehlt eine Person, die die neue Technologie an den Markt bringen und verkaufen kann. Das heißt, es wird ein Talent gesucht, so Verkaufsgespräche in nachhaltigen Umsatz konvertiert werden. Welche kritischen Key Skills sind für die jeweiligen Engpässe nötig und welche Rolle sollte diese Person ausüben? Die Organisation ist in der Lage, die Skills zu belohnen, die relevant sind und das Muster für das Rekruiting, das Halten und Fördern von Mitarbeitern mit solchen Skills zu entwickeln.

    Datenanalyse
    Eine effektives Talentmanagement setzt voraus, dass die Organisation weiß, wer welche Talente und Kompetenzen hat , so dass Mitarbeiter skillbasiert eingesetzt werden und ihre Stärken ausspielen können. Daher ist es ratsam, Daten über die Mitarbeiter zu sammeln und aufzubereiten: worin ist der Mitarbeiter besonders gut, wo muss er gegebenenfalls gefördert werden und was sind die Bedingungen, wo der Mitarbeiter aufblüht und am besten zur Performance beiträgt? Das können auch verdeckte Daten sein, die darüber Aufschluss geben, welche Skills sich optimal für welche Rollen eignen oder welche Mitarbeiter geeigneter sind für Jobrotationen und welche weniger bzw. welche Mitarbeiter brauchen aus welchen Gründen mehr Guidance als andere etc.

    Strukturen
    Talentierte Mitarbeiter in kritischen Rollen brauchen Unterstützung durch Strukturen und Systeme, die ihre Stärken ausspielen. Klar definierte Verantwortlichkeiten und Rollen tragen dazu bei, dass Aufgaben klar verteilt werden können. Strukturen werden auch dadurch gegeben, dass zum Beispiel klar ist, wie Meetings ablaufen oder Entscheidungen gefällt werden, dass sie auch zu effektiven Ergebnissen und Maßnahmen führen, die von Mitarbeitern verantwortet und umgesetzt werden.

    Leadership
    Führungskräfte betreiben dann ein wirkungsvolles Talentmanagement, wenn sie wissen, wo kritische Rollen zu besetzen sind, welche Strategien und welcher Support von oben für diese Rollen notwendig ist, um diese Rollen weiter zu entwickeln und Teams und Mitarbeiter zu motivieren. Führungskräfte geben dann die passende Orientierung durch die geteilte und für alle verständliche Vision, Mission und den Purpose. Sie sind verantwortlich für die gelebten Werte und das Mindset, die in diesen Kontext passen.