Schlagwort: Startups

  • Polar Bear Pitching

    Polar Bear Pitching

    What?

    Vielleicht haben ja einige von Euch gehört, dass wir mit OULU die nördlichste Kulturhauptstadt haben, die Europa je hatte. Oulu liegt in Finnland und war mal der Hauptsitz von NOKIA. Ein Ort, in dem es lange helle Sommernächte gibt, aber im Winter kehrt sich das Ganze ins Gegenteil um. Schluss mit lustig, kalt, eisig und unwirtlich.

    Die Finnen sind ja dafür bekannt, dass sie irgendwie lustig sind und schon mal auf komische Ideen kommen. So zum Beispiel das Polar Bear Pitching. Im Winter wird in Oulu eine wirklich toughe Startup-Messe abgehalten. Das für Startups bekannte Elevator Pitching, bei dem die Startups ihre Idee vorstellen in einer Zeit, in der sie Aufzug fahren würden, also ca. 2 Minuten. Beim Polar Bear Pitching.schlagen die Gründer ein Loch in das Eis im Hafenbecken, springen ins Wasser und pitchen von dort aus den am Hafenbecken stehenden Investoren, Entscheiden und Startup-Begeisterten ihre Geschäftsidee so lange, wie sie es bei Eiseskälte dort aushalten. Das verlangt von den Gründern noch mehr Flexibilität ab als ein Elevator Pitch, denn wer weiß schon vorher, wie lange genau er es in der Eiseskälte aushält. Es sei denn man plant die Zeit für sich von vornherein so ein, dass man es höchstwahrscheinlich gut aushält.

    Fazit: Und wenn man nicht extra nach OULU fahren will, hilft es dennoch, so viele Pitches wie möglich für so verschiedenen Zeiten wie nötig zu trainieren, dann ist man immer vorbereitet.

  • The 2026 Deep Tech Report

    Deep Tech startet in eine neue industrielle Revolution

    Wir leben in einer zunehmend fragmentierten Welt, in der Länder sich darauf fokussieren, kritische Technologien zu sichern, resistente Lieferketten zu formen und heimische Fertigungsindustrien zu stärken. Gleichzeitig sind viele Volkswirtschaften zunehmenden strukturellen Herausforderungen ausgesetzt wie alternde Bevölkerung, Arbeitskräftemangel, zunehmende Nachfrage nach Energie, Klimawandel etc.. Es geht darum, technologische Überlegenheit zu etablieren, vor allem da, wo die Margins von reinen Software-Lösungen erodieren. Mit Deep-Tech bricht ein neues Zeitalter an und damit die Gelegenheit, die Infrastruktur der Zukunft zu bilden.

    Allianzen unterstützen den Weg in das Deep-Tech Zeitalter

    • Aufbau strategischer Allianzen zwischen dem technologiestarken Europa und der Tiefe der US-amerikanischen Kapitalmärkte
    • Um wissenschaftliche Durchbrüche zu industrialisieren, müssen Deep Tech Startups eine Brücke zwischen U.S. und Europa aufbauen. Dann haben sie eine Chance, Unicorns zu werden. Beispiele dazu gibt es schon genug: Nvidia und ASML, Tesla und Bosch, Apple und ARM, BioNTech und Pfizer, IBM oder Google und Bluefors, Intel und Zeiss.

    Was sind die Facts & Figures für Deep Tech Startups?

    1. mit Deep Tech Startups werden wissenschaftliche Durchbrüche kommerzialisiert
    2. 7 von 10 Startups starteten als Deep Tech Startups mit vergleichbaren Margins wie SaaS Startups
    3. Die Wahrscheinlichkeit, dass US-amerikanische Deep-Tech-Unternehmen das Series D Funding erreichen, ist doppelt so hoch wie bei herkömmlichen Tech-Unternehmen, bei europäischen Deep Tech Unternehmen liegt die Wahrscheinlichkeit nur um 25% höher
    4. Transatlantische Chancen und globale Allianzen bestehen vor allem in den größten Volkswirtschaften und den größten Handelspartner, den größten ausländischen Investoren und den größten ausländischen Jobs
    5. Für Europa besteht ein Vorteil gegenüber U.S. darin, dass sie doppelt so viele STEM (MINT) Graduierte und eine doppelt so lange Betriebsdauer wie U.S. haben, aber gleichzeitig die Löhne um das Zwei- bis Fünffache niedriger sind
    6. Bay Area, Los Angeles, New York und London, Paris, München sind hervorragende Deep Tech Hubs
    7. Das Deep Tech Funding Volumen beträgt $156,8B in U.S. and Europe
    8. Während 60% der Deep Tech Unicorns aus U.S. kommen, sind es nur 10% aus Europa.

    Quelle: The-2026-Deep-Tech-Report, Drumbeat Capital

  • Startups Neugründungen in Deutschland 2026

    Die Startup Landschaft in Deutschland hat sich in den ersten zwei Quartalen erfreulich entwickelt:

    • Es sind 3053 Neugründungen in Deutschland zu verzeichnen. Damit ist das erste Halbjahr das gründungsstärkste seit der ersten Erhebung in 2019. Allein im Juni sind erstaunliche 600 neue Startups in Deutschland entstanden.
    • Die Künstliche Intelligenz ist Gründungstreiber für Startups, so haben 34% der neu gegründeten Startups einen klaren KI-Bezug, was angesichts der rasanten Entwicklung der generativen KI nicht verwunderlich ist.
    • In allen Bundesländern steigen die Gründungszahlen, die Ökosysteme von Hamburg und Hessen legen besonders stark zu.
    • Absolut gesehen verfügen Bayern, NRW und Baden-Württemberg über die größte Anzahl an Neugründungen.
    • Die Städte mit den meisten Neugründungen werden angeführt von München, Berlin, Düsseldorf und Aachen.
    • Bei den Branchen haben bei den Neugründungen der Industriesektor (125% Wachstum gegenüber dem 2. HJ 2025) gefolgt vom Softwaresektor (79% Wachstum gegenüber dem 2. HJ 2025) am stärksten zugelegt. Danach folgen die Medien- und die Finanzbranche, die beide von einem tiefgreifendem disruptivem Wandel betroffen sind.
    • In 2026 sind in Deutschland 36 Unicorns entstanden, was eine positive Entwicklung ist, dennoch fällt Deutschland diesbezüglich weit hinter die USA mit 900 Unicorns ab.

    Quelle: vgl. Next Generation- Startup Neugründungen in Deutschland Januar bis Juni 2026

  • Startup Monitor OWL 2025 – what is hot?

    Der gerade herausgekommene OWL Startup Monitor des Startup Verbandes und der Founders Foundation konnte folgende positive Entwicklungen in der OWL Startup-Landschaft sehen:

    #1 die Gründungsdynamik nimmt wieder zu
    So steigt die Zahl aktiver Startups um 6% auf 340. Schwerpunkte in der Region bilden vor allem Softwarestartups, E Commerce Startups und Industrie Startups.

    #2 der Mittelstandsbezug ist klar sichtbar
    Wen wundert es, dass in der Mittelstandsregion in Deutschland die Nähe zum Mittelstand das Gründungsgeschehen prägt. So haben 55% der Gründer:innen Berufserfahrung aus dem Mittelstand im Gepäck. Das führt auch dazu, dass der Fokus auf B2B-Geschäftsmodellen liegt.

    #3 B2B-Kooperationen zwischen Startups und Mittelstand steigen
    So stieg der Anteil in Kooperationsprojekten mit etablierten Unternehmen von 55% auf 68% seit 2023. Startups sind daher in der Region ein wichtiger Innovationspartner. Auf der anderen Seite empfinden 70% der Startups den Vertrieb als größte Herausforderung.

    #4 Strategische Investoren sind als Finanzierungspartner gefragt
    Entgegen dem deutschlandweiten Trend setzen OWL-Startups nur zu 49% auf externe Kapitalquellen (in Deutschland sind es hingegen 63%). Business Angels haben 29% der Startups und 17% der Startups erhalten Venture Capital. Gleichzeitig wünschen sich immerhin 34% der Startups strategische Investoren, also Investoren, die langfristige strategische Vorteile erzielen wollen. Hier gibt es aber noch eine Lücke zwischen Wunsch und Realität, da nur 7% der Startups strategische Investoren an Bord haben.

    #5 Internationalität ist noch ausbaufähig
    OWL Startups haben 24% ausländische Mitarbeitender und 17% englischsprachige Startups. DAs führt dazu, dass nur 33% der Gründer:innen die internationale Attraktivität des Standortes positiv bewertet.

    Quelle: OWL Startup Monitor 2025, Founders Foundation und Startup Verband