Schlagwort: agiles Arbeiten

  • Verteilte Verantwortlichkeiten und KI

    Verteilte Verantwortlichkeiten und KI

    In der heutigen KI-dominierten Zeit finden man in agilen Organisationen häufig Interaktionen vor, die nicht nur von einer Person verantwortet werden, sondern von unterschiedlichen Personen gleichzeitig oder hintereinander verantwortet werden. Entscheidungsträger folgen nicht mehr einer klaren Ursache-Wirkungslogik, vielmehr werden Entscheidungen aufgrund KI schneller und nicht-linear getroffen und sind komplexer. Das hat weitreichenden Konsequenzen bezüglich der Verantwortlichkeiten:

    • Verantwortlichkeiten, die über die Organisation graduell verteilt werden, benötigen mehr Transparenz der Ursache-Wirkungszusammenhänge, der Traceability.
    • Verteilte Verantwortlichkeiten bedingen gleichzeitig eine feiner abgestimmte kontinuierliche, kollektive Zusammenarbeit und entsprechende Narratives, die in der Organisation veröffentlicht werden sollten.
    • Teams brauchen, um komplexe Entscheidungen in den Praxisalltag einzubetten, Steering Committees, cross-funktionale Entscheidungsmechanismen und unabhängige Reviews, um die Verantwortlichkeiten abzubilden.
    • Hilfreich sind auch dokumentierte Narratives einzelner Fälle, so dass letztlich alle auf Fehlern oder gut getroffenen Entscheidungen lernen können.

    Wenn Sie wissen wollen, welche nützlichen Rahmenwerke Ihren agilen Arbeitsalltag unterstützen können oder Entscheidungsmechanismen ausprobieren wollen, sprechen Sie mich gerne an. 

  • Was KMUs von Startups lernen können

    Was KMUs von Startups lernen können

    Oder wie funktioniert empirisch-agiles Arbeiten?

    Empirie basiert auf drei Säulen:

    • Transparenz – d.h. Aktivitäten und deren Fortschritte sowie Entscheidungen werden sichtbar gemacht, für alle.
    • Inspektion – die Qualität der Arbeit wird nach dem Nutzen/ Wert für den Kunden begutachtet, um zu entscheiden, ob
    • Anpassungen erforderlich sind, die Anpassungen richten sich dabei nach den Kundenbedürfnissen

    Empirisch-agiles Arbeiten in diesem Sinne bedeutet, dass man Entscheidungen auf der Basis trifft, wie die Dinge tatsächlich sind. Man orientiert sich an dem, was ist, was man beobachtet und erfährt.

    Und hier ein paar Tipps, wie man agil arbeiten kann:

    1. Beobachten, Orientieren, Entscheiden, Handeln (OODA = observe orientate decide act)
      In der Produktentwicklung z.B. heißt das, man beobachtet den Markt, was ein potentieller Kunde für Bedürfnisse hat, orientiert sich, entscheidet sich, was man bauen möchte und baut dann einen Prototypen, der die Kundenbedürfnisse möglichst gut abdeckt. Das Entscheidende ist, jede Beobachtung möglichst schnell in eine Aktion zu überführen. Es geht darum, Feedback-Schleifen bei der Produktentwicklung einzubauen. Diese können zuerst intern von den Mitarbeitern kommen, das Produkt muss aber auch eine Bewertung durch den Kunden erfahren.
    2. Man sollte nicht in die Falle tappen und am Ende nichts ändern, weil man zu überwältigt ist von dem, was man alles ändern soll oder man nicht sieht, was man bessern kann. Dann hilft es, sich auf die Vision zu konzentrieren und den Status Quo des Produktes mit der Vision zu vergleichen (Gap-Analyse)..
    3. Das Mindset ist entscheidend. Das Team und auch die Mitarbeiter müssen lernen, dass die Dinge sich ändern können, jeden Tag. Um das abzufangen, braucht man ein entsprechendes Mindset (Offenheit, Neugierde, Lernbereitschaft, Mut, Anpassungsfähigkeit) kombiniert mit Orientierung. Frameworks helfen hier Strukturen zu schaffen, um einen dauerhaften Wandel in die Organisation einzubetten und können Mitarbeitern als Leitplanken für ihr autonomes Handeln dienen.

    Wenn Sie mehr über agiles Arbeiten und praktische Anwendungen im Arbeitsalltag wissen wollen, sprechen Sie mich gerne an.